Stiftung Kulturgeschichte Dr. Markus Vogl ermöglicht 3D-Scan Römischer Exponate
Die moderne Technik des 3-D-Scans revolutioniert die Dokumentation archäologischer Fundstücke. Diese Methode ermöglicht nicht nur eine präzise Erfassung der Originale, sondern auch die Erstellung von digitalen Daten, die zukünftig innovative didaktische Angebote in Apps und die Herstellung von
3-D-Drucken ermöglichen. Diese digitalen Replikate sind leichter als die Originale und bieten unzählige Möglichkeiten zur Vermittlung von Wissen.
Dr. Sebastian Gairhos, Leiter der Stadtarchäologie Augsburg, betont: „Die Drucke in verschiedenen Größen sind ideal, um unser römisches Erbe zu vermitteln. Es ist ein großer Wunsch der Stadtarchäologie, den umfangreichen Bestand römischer Steindenkmäler aus Augsburg professionell zu scannen und einzelne Objekte im Maßstab 1:1 zu drucken. Besonders interessant sind die Reliefs von römischen Grabdenkmälern des 2. und 3. Jahrhunderts, die Darstellungen der Verstorbenen und deren beruflichen Alltag zeigen.“
Die Umsetzung solcher modernen Projekte ist jedoch oft mit hohen Kosten verbunden. Hier kommt die Unterstützung der Stiftung Kulturgeschichte
Dr. Markus Vogl gerade recht. Dr. Markus Vogl war fast 30 Jahre lang mit großer Leidenschaft und Verantwortungsbewusstsein Fachreferent an der Universitätsbibliothek Eichstätt-Ingolstadt. Seine Stiftungsidee wurde in Zusammenarbeit mit der Stadtsparkasse Augsburg realisiert.
Susanne Stippler, Stiftungsberaterin bei der Stadtsparkasse Augsburg, erklärt: „Unser im Jahr 2024 verstorbener Stifter Dr. Markus Vogl hat testamentarisch die Einrichtung seiner Stiftung in unserer Stiftergemeinschaft HAUS DER STIFTER verfügt und festgelegt, wofür die Stiftungserträge verwendet werden sollen. Ihm war auch die Bewahrung und Sichtbarmachung des Römischen Erbes in Augsburg sehr wichtig.“ Sie fügt hinzu: „Es freut mich sehr, dass wir mit der Unterstützung des 3D-Scans von römischen Exponaten den Wunsch unseres Stifters erfüllen und in seinem Sinne umsetzen können.“
Von einigen wichtigen Steindenkmälern konnten mit Unterstützung der Stiftung Kulturgeschichte Dr. Markus Vogl bereits hochauflösende 3-D-Scans angefertigt werden, z. B. die Reliefdarstellungen eines Weintransports auf einem Ochsenkarren oder der Verpackung eines großen Stoffballens. Derzeit werden verschiedene Verfahren zur Reproduktion der digitalen Daten getestet: 3-D-Sanddruck und CNC-Fräsen.
Beim 3-D-Scan entsteht aus Millionen von Einzelpunkten ein dreidimensionales Modell mit fotorealistischer Oberfläche.
Foto: Julia Graf
Dr. Sebastian Gairhos, der Leiter der Stadtarchäologie freut sich über das Ergebnis des 3-D-Drucks.
Foto: Julia Graf
Weitere Informationen zur Stiftung und zu den Antragsmöglichkeiten: Stiftung Kulturgeschichte Dr. Markus Vogl
Weitere Informationen: www.haus-der-stifter-augsburg.de
Gemeinsam: Die Stiftung „HAUS DER STIFTER – Stiftergemeinschaft der Stadtsparkasse Augsburg“ bündelt das Wirken vieler Stifter und Förderer in unserer Region für verschiedenste Zwecke unter einem Dach. Stifter haben die Möglichkeit, gemeinnützige Projekte aus unterschiedlichen Bereichen in der Region mit ihrer persönlichen Namensstiftung, mit Zuwendungen zum Stiftungsvermögen oder durch Zuwendungen zur zeitnahen Zweckverwirklichung (Spenden) zu unterstützen.
Individuell: Stifter in der „HAUS DER STIFTER – Stiftergemeinschaft der Stadtsparkasse Augsburg“ bestimmen bei einer Stiftung im eigenen Namen individuell die zu fördernden steuerbegünstigten Einrichtungen. Das Spektrum reicht von Jugendhilfeeinrichtungen und Sport über Gesundheitswesen bis zu Naturschutz. Der Stiftungszweck kann jederzeit an geänderte Bedingungen angepasst werden. Die Errichtung einer Stiftung im eigenen Namen in der „HAUS DER STIFTER – Stiftergemeinschaft der Stadtsparkasse Augsburg“ ist mit wenigen Unterschriften ganz einfach möglich.
Persönlich: Die Stiftung in der „HAUS DER STIFTER – Stiftergemeinschaft der Stadtsparkasse Augsburg“ kann den Namen der Stifter tragen oder kann über die Namensgebung an bereits verstorbene Angehörige erinnern. Stifter können ihre Stiftung persönlich repräsentieren oder anonym für unser Gemeinwohl wirken.

