„un-er-hört: *1919“: Sonderkonzert zum 100. Geburtstag von Mieczysław Weinberg

Mieczysław Weinberg wäre in diesem Dezember 100 Jahre alt geworden. Der sowjetische Komponist jüdisch-polnischer Herkunft, dessen Familie im Holocaust umkam, floh 1938 vor der Wehrmacht in die Sowjetunion. Auch im stalinistischen Russland musste er um sein Leben fürchten. 1953 wurde er aufgrund von haltlosen Vorwürfen inhaftiert. Seine Freilassung war eher dem Tode Stalins als der Fürsprache seines Freundes und Mentors Dmitri Schostakowitsch geschuldet.

Ebenfalls im Dezember 1919 wurde Gideon Klein geboren. Mit der deutschen Besetzung von Prag endeten die Studien des jüdischen Tschechen an der Karlsuniversität. 1941 wurde er im KZ Theresienstadt interniert. Dort entstanden zahlreiche Kompositionen, die auch im Lager aufgeführt wurden. Neun Tage nach Beendigung seines Streichtrios wurde er nach Auschwitz deportiert, wo er kurz vor der Befreiung ermordet wurde.

Die bayerische kammerphilharmonie setzt mit diesem Konzert ihre Reihe gegen das Vergessen und für das Erinnern in der Synagoge Augsburg fort.

Thorsten Johanns © Neda Navaee

bayerische kammerphilharmonie

„un-er-hört: *1919“
So. 24.11.19 18 Uhr, Synagoge Augsburg

Gideon Klein Partita für Streicher (Streichtrio bearbeitet von Vojtˇech Saudek)
Mieczysław Weinberg Kammersinfonie Nr. 1 op. 145, Konzert für Klarinette und Streichorchester op. 104

Thorsten Johanns Klarinette
Gabriel Adorján Konzertmeister und Leitung


Tickets: www.kammerphilharmonie.de; info@kammerphilharmonie.de

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