Personaler im Interview: Das umgekehrte Bewerbungsgespräch

Ich treffe mich heute mit unserem Ausbildungsleiter Rudolf Eger – und bin mir sicher, er ist schon ganz aufgeregt. ;-) Normalerweise sind die Personaler ja diejenigen, die einen im Vorstellungsgespräch mit vielen Fragen löchern, doch ich drehe den Spieß heute einfach einmal um …

Rudolf_Eger

Hallo Herr Eger,

schön, dass Sie sich Zeit für das Interview genommen haben. Ich werde Ihnen gleich einige Fragen rund um die Ausbildung bei der Stadtsparkasse stellen – doch zuerst würden sicher alle gerne etwas über Sie persönlich erfahren.


Welche Ausbildung haben Sie denn selbst absolviert?

Nach Abitur und Wehrdienst habe ich ein BWL-Studium begonnen und das Vordiplom erworben. Anschließend habe ich meine 2-jährige Ausbildung bei der Stadtsparkasse Augsburg gemacht. Das ist jetzt schon 20 Jahre her …
Zwei Jahre danach habe ich einen Lehrgang zum Kundenberater absolviert. Von 2001 bis 2004 dann eine Weiterbildung zum Betriebswirt bei der Sparkassen-Akademie in Landshut. Die Möglichkeit nutzen ja auch aktuell noch viele nach ihrer Ausbildung.


Was gefällt Ihnen an Ihrem Beruf, würden Sie ihn noch einmal wählen?

Besonders gefällt mir der Kontakt zu so vielen Menschen und die Vielseitigkeit, die mein Beruf mit sich bringt. Es ist schön, die Azubis während der gesamten Dauer ihrer Ausbildung zu begleiten – vom Einstellungsgespräch ganz am Anfang bis zum Training vor der letzten Prüfung.
Außerdem bieten sich hier auch immer wieder Möglichkeiten, sich innerhalb des Kreditinstituts beruflich zu verändern … Von daher würde ich gleich wieder eine Bewerbung losschicken, ja!


Da sind wir ja gleich beim nächsten Thema: Bewerbungen! Wie sieht es aus, welche zwei Tipps können Sie künftigen Bewerbern geben?

Zwei nur? Also gut … Nummer eins: Sie sollen natürlich auftreten und sich nicht verstellen. Und Nummer zwei: Mit der wichtigste Faktor im Beruf des Bankkaufmanns/der Bankkauffrau ist natürlich der Spaß am Umgang mit Menschen.

((Anmerkung C.G.: Weitere Tipps fürs Bewerbungsgespräch habe ich euch hier ja schon zusammengestellt.))


Wo wir gerade schon bei Bewerbungsfragen sind… Eine Frage, die Sie sicherlich auch häufiger stellen: Was sind Ihre drei ganz persönlichen Schwächen?

Drei Schwächen, an denen ich arbeite:
Zum einen: Immer einen Schritt nach dem anderen zu machen und nichts zu überstürzen.
Zum zweiten: Vorab gut überlegen, was ich wie sage. Also mir die Wirkung meiner Worte bewusst zu machen.
Zum dritten: Ganz klar Süßigkeiten! Hier arbeite ich vor allem an deren Vernichtung. ;-)


Welche Chancen haben die Bewerber denn eigentlich? Soll heißen: Wie viele Azubis werden von der Stadtsparkasse Augsburg jedes Jahr eingestellt?

Wir werden dieses Jahr im September 38 neue Azubis begrüßen und planen nächstes Jahr 35 neue Auszubildende einzustellen.

Bei der Bewerbung gilt: Je früher desto besser! Die Hauptbewerbungszeit für den Ausbildungsbeginn 2015 ist bereits in vollem Gange.


Gibt es bestimmte Voraussetzungen, die unbedingt erfüllt werden sollen? Worauf legen Sie besonderen Wert?

Egal ob mittlere Reife, FOS, Abitur oder ein abgebrochenes Studium: Wir freuen uns auf alle Bewerbungen, da bei uns immer auch der Mensch im Vordergrund steht.

Von Vorteil ist sicherlich ein interessanter Lebenslauf, also ob die Bewerber sozial oder sportlich engagiert sind – aber natürlich schauen wir auch auf die Noten, besonders in Deutsch und Mathematik. Im Vorstellungsgespräch ist ganz klar der erste Eindruck wichtig: Wie präsentiert sich ein Bewerber, kann er oder sie gut mit Menschen umgehen, Menschen begeistern und Vertrauen schaffen. Sind diese Voraussetzungen gegeben, steht einer Einstellung eigentlich nichts mehr im Wege.


Okay, die Einstellung haben wir geschafft. Und wie geht es danach weiter? Welche Chancen hat man auf eine Übernahme nach der Ausbildung?

Es werden genau so viele Azubis eingestellt, wie benötigt werden. Das bedeutet, bei einem normalen Ausbildungsverlauf hat man eine fast sichere Arbeitsstelle.


So, gleich haben Sie es geschafft!
Zum Schluss noch eine Frage, die auch in einem Vorstellungsgespräch gestellt werden könnte. Welche berühmte oder historische Persönlichkeit würden Sie gerne mal treffen – und warum?

Unbedingt die lebende Eishockey-Legende Wayne Gretzky. Ich bin großer Eishockey-Fan und habe mir meinen großen Traum, einen Roadtrip von Buffalo nach Toronto, schon erfüllt, nachdem ich fleißig mit S-Flex gespart hatte. Ihn dort zu treffen, hätte die Reise noch perfekter gemacht!

Sonst würde ich mich aber auch freuen, unsere Bundeskanzlerin Angela Merkel einmal zu treffen.


Vielen Dank, dass Sie sich die Zeit genommen haben – Sie dürfen heute, anders als das so üblich ist, selbst keine Fragen mehr stellen.

Falls ihr Leser aber noch Fragen rund um die Ausbildung an Rudolf Eger habt, nutzt einfach die Kommentarfunktion!

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