„Niemand hat die Absicht eine Mauer zu errichten“

Dreiwöchiges Kulturprogramm zum Augsburger Hohen Friedensfest begeht den einzigartigen Feiertag mit über 60 Veranstaltungen, unterstützt von der Stadtsparkasse Augsburg.

Das Augsburger Hohe Friedensfest ist ein weltweit einzigartiger kommunaler Feiertag. Das begleitende Kulturprogramm stellt sich aktuellen Fragen gesellschaftlicher Vielfalt. In diesem Jahr lädt es unter dem Titel „Niemand hat die Absicht eine Mauer zu errichten“ vom 16. Juli bis 8. August 2015 zu Theater, Konzerten, Literatur, Street Art, Performances, Philosophie und Diskussionen zum Thema „Grenzen“ ein.

Grenzgänger*innen willkommen
Die Veranstaltungen des Friedensfests betrachten das Thema „Grenzen“ aus den verschiedensten Perspektiven – literarisch, politisch, musikalisch, spirituell, philosophisch, kontrovers. Die Besucher*innen sind eingeladen, ihren persönlichen Schutzraum zu verlassen, um mit Nachbar*innen, Künstler*innen und Wissenschaftler*innen Grenzen gemeinsam neu auszuloten – in der Friedensstadt Augsburg, in der das konstruktive Aushandeln von Frieden zwischen Kulturen, Religionen und Weltanschauungen historischer Auftrag und Appell ist.



Highlights aus dem Programm mit insgesamt über 60 Veranstaltungen:

AB 23/07 WELCOME IN DER FRIEDENSSTADT
Im Rahmen des interdisziplinären Artist-in-Residence-Projekts setzten sich serbische Künstler u. a. mit den Schlachtfeldern der Region auseinander. Ihre „Utopien des Friedens“ sind in der Neuen Galerie im Höhmannhaus zu sehen.
Kulturprogramm zum Augsburger Hohen Friedensfest
24/07 GAZA MONOLOGE
Kinderaugen sehen Krieg: Nach der erneuten Militäroperation im Gaza-Streifen 2014 zeigt das Jugendtheater die bewegenden Geschichten von Kindern aus Gaza, die im palästinensischen Ashtar Theatre entstanden.

Kulturprogramm zum Augsburger Hohen Friedensfest 225/07: HEIMATLIEDER AUS DEUTSCHLAND FEAT. AUGSBURG – CD-Release & DJ-Set
Wald symbolisiert Heimat: Die Augsburger und Berliner Heimatlieder-Allstars der Friedensfesteröffnung 2014 treffen sich am Parkhäusl im Augsburger Stadtwald wieder zur CD-Release-Party mit Elektro-Legende Gudrun Gut.

26/07 – 08/08 GRANDHOTEL COSMOPOLIS PEACE CONFERENCE
Ein offener Gestaltungsprozess für alle, mit vielerlei Möglichkeiten zur Teilnahme. Gemeinsam mit Expert*innen aus aller Welt wird das C* gestaltet – ein Camp auf der Wiese zwischen Provino Club und Textilmuseum. Das C* versteht die Stadt als Labor, ist Lernort und Spielwiese, Bühne und Werkstatt. Infos und Termine gibt es tagesaktuell: www.grandhotel-cosmopolis.org/de/peaceconference

Festival der Kulturen31/07 & 01/08 FESTIVAL DER KULTUREN
Mit hochkarätiger Weltmusik lockt das Festival der Kulturen wieder in den Annahof. Internationale Künstler*innen, eine Familienarea, lokale Acts und Vereine kreieren ein einzigartiges Flair.

03/08: ARMENIA
100 Jahre nach dem kollektiven Trauma des Völkermords begibt sich Filmemacher Marc A. Littler gemeinsam mit Alain Croubalian, Leader der legendären Band »Dead Brothers«, und Augsburger Assyrern auf eine archetypische Reise in die Vergangenheit.

06/08 & 07/08: ZAIDE. EINE FLUCHT
Nach der bundesweit erfolgreichen Produktion „Cosi fan tutte“ erarbeitet Zuflucht Kultur e.V. zum Friedensfest W. A. Mozarts Oper „Zaide“ neu – u. a. mit syrischen, nigerianischen und afghanischen Künstler*innen.

Kinderfriedensfest
07/08: MITTERNACHTSKONZERT – THE SOUNDS OF GOD
Der indische Geiger Balu Raguraman, einer der wichtigsten Vertreter der karnatischen Musik, läutet Augsburgs einzigartigen Feiertag ein – gefolgt von tranceartigen Gesängen und entrückenden Rhythmen des Gnawa-Musikers Mehdi Nassouli aus Marokko.
Augsburger Friedenstafel

08/08: Veranstaltungen am Augsburger Hohen Friedensfest
Am 8. August klingt das Friedensfestprogramm traditionell mit den ökumenischen Festgottesdiensten, der Augsburger Friedenstafel auf dem Rathausplatz, dem Kinderfriedensfest und abends mit dem Festkonzert in der St. Anna Kirche aus – in diesem Jahr u.a. mit Friedrich Wilhelm Grafs Oratorium „Die Sündfluth“.

Augsburger Hohes Friedensfest

© Titelbild und Bilder Nr. 2, 4, 5: Christian Menkel

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