Internationaler Tag des Ehrenamtes

Im Verein oder der Schule, bei der Feuerwehr, in Kirchengemeinden oder eigenen Projekten: Nahezu jeder Dritte engagiert sich in Deutschland ehrenamtlich. Der Internationale Tag des Ehrenamtes am 5. Dezember würdigt dieses Engagement von Freiwilligen und fördert gleichzeitig die öffentliche Wahrnehmung. Er wurde 1985 von der UN mit Wirkung ab 1986 beschlossen. An diesem Tag wird auch der Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland an besonders engagierte Personen für deren außerordentliches bürgerschaftliches Engagement vergeben.

Auch bei der Stadtsparkasse Augsburg gibt es unter den mehr als 1.200 Mitarbeitern zahlreiche Menschen, die sich in ihrer Freizeit bei diversen Initiativen ehrenamtlich engagieren: Sechs davon möchten wir Ihnen heute vorstellen.

Den Anfang macht Manuel Jakob, der – neben seiner Tätigkeit als Berater – die D1-Jugend der SV Hammerschmiede trainiert und zudem seinen Rettungsdiensthelfer beim Bayerischen Roten Kreuz gemacht hat.

Manuel JakobMeine Aufgabe als Jugendtrainer: Seit meinem 17. Lebensjahr bin ich mittlerweile schon der Co-Trainer der D1-Jugend der SV Hammerschmiede. Mein Einsatz hier lohnt sich jedes Jahr aufs Neue, denn es ist sehr spannend zu sehen, wie sich die Jungs entwickeln. Zu meiner Aufgabe gehört es jeden Dienstag das 1,5-stündige Training vorzubereiten, das um 17 Uhr beginnt. Am Donnerstagstraining kann ich aufgrund der Arbeitszeit leider nicht teilnehmen. Außerdem unterstütze ich meinen Trainerkollegen, um bei den Wochenendspielen eine optimale Aufstellung zu finden.
Ebenfalls spiele ich selbst aktiv in der 2. Mannschaft der SV Hammerschmiede. Dieses Training findet direkt im Anschluss mit meinen Jungs statt. Hier bin ich am Donnerstag auch mit von der Partie. Somit ist mit diesem Hobby der Terminkalender meiner Freizeit gut gefüllt.

Meine Aufgabe als Sanitäter: Seit März dieses Jahres bin ich Rettundsdiensthelfer beim Bayerischen Roten Kreuz. Dies ist der Vorreiter zum Rettungssanitäter. Um vollständig ausgebildet zu sein, benötige ich noch eine bestimmte Anzahl an Schichten im Rettungswagen / Krankentransportwagen / Notarzt und ein 4-wöchiges Praktikum im Zentralklinikum. Dies werde ich jetzt über einen Zeitraum von drei Jahren machen. Danach muss ich noch eine abschließende Prüfung bestehen. Dafür muss ich natürlich einen großen Teil meiner Freizeit opfern und auch meinen privaten Urlaub hernehmen. Die Schichten im RTW mache ich momentan so gut es geht am Wochenende. Hier bin ich der dritte Mann auf einem Rettungswagen. Zu meinen Aufgaben gehören sämtliche, welche ein Rettungssanitäter sonst auch hat. Sprich die Erstversorgung eines Patienten am Unfallort mit dem dazugehörigen Transport ins Krankenhaus.

Diese beiden Aufgaben sind zwar sehr zeitäufwendig, bereiten mir aber enorm viel Spaß.


Weiter geht es mit Wolfgang Bschorr, Mitarbeiter in der Vertriebssteuerung, der Ihnen mehr über die Arbeit der Freiwilligen Feuerwehr erzählen wird:
Retten, bergen, löschen, schützen,…
… sind die Aufgaben der Feuerwehr. Allerdings steckt viel mehr dahinter!

Wolfgang BschorrDie Freiwillige Feuerwehr, bei der ich mittlerweile über 20 Jahre aktiv tätig bin, ist einer der sozialen Anknüpfungspunkte im Dorf. Menschen verschiedener Altersgruppen mit unterschiedlichen Ausbildungen und Stärken kommen zusammen und jeder wird so akzeptiert, wie er ist. Diese Vielfalt an Talenten formt eine unglaublich starke Gruppe. Es gibt nichts, was wir zusammen nicht hinbekommen.

Mit 16 Jahren trat ich der aktiven Feuerwehr bei. Schnell merkte ich, dass sich mehr dahinter verbirgt. Damit am Einsatzort auch jeder Handgriff sitzt, habe ich nach einem Grundlehrgang noch eine Ausbildung zum Atemschutzgeräteträger und eine Weiterbildung zum Gruppenführer absolviert. Das Erlernte wird bei regelmäßigen Übungen und Lehrabenden aufgefrischt, aktualisiert und weiter vertieft. Nur so läuft im Ernstfall alles Hand in Hand.

… mehr als nur ein Hobby.
Die Übungen und die gesellschaftlichen Events sind sicherlich als Hobby und normales Vereinsleben einzustufen.
Wenn jedoch in der Nacht bei -10°C der Pager piept und ein Haus in Flammen steht, kann man den Einsatz wohl nicht mehr nur als Hobby bezeichnen. Ich könnte es mit meinem Gewissen nicht vereinbaren, im Bett liegen zu bleiben, während nebenan eine Katastrophe passiert. Miteinander füreinander eintreten, es kann schließlich jeden treffen.

Ohne dieses Miteinander und das Übernehmen von Verantwortung für unsere Mitmenschen kann unsere Gesellschaft nicht funkionieren. Deshalb helfe ich gerne und fühle mich sehr gut dabei! Ich bin Teil eines eingeschworenen Teams und kann mich jederzeit auf meine Kameraden/innen zu 100 Prozent verlassen!


Die Abteilungsdirektorin der Personalabteilung, Karin Porsche, ist in ihrer Freizeit für Migra-Net – die Mentoring-Patenschaft aktiv.
Karin PorscheSchon als ich das erste Mal davon gehört habe, war ich überzeugt, das ist eine gute Sache, hier sollte man sich engagieren. Und weil mir klar war, dass ich nicht die einzige bin, die so denkt, haben wir über unsere Kommunikationsmedien davon berichtet und zwei weitere Kollegen, Haluk Kilman und Serkan Ates, haben sich spontan auch fürs Mitmachen entschieden.Haluk Kilman

Was ist Migra-Net und welche Idee steckt hinter einer Mentoring-Partnerschaft?
Das nach dem kanadischen Erfolgskonzept entwickelte Programm bringt qualifizierte Migranten (die Mentees) und etablierte Profis (Mentoren) in eine berufsrelevante Beziehung. Die Mentees bringen aus ihren Heimatländern die nötige Bildung, Berufserfahrung und Sprachkenntnisse mit. Um auf dem deutschen Arbeitsmarkt erfolgreich zu sein, fehlen jedoch oft die Netzwerke und Kenntnisse der lokalen Gegebenheiten.

Durch die Partnerschaft mit Mentoren, die genau über diese Kenntnisse verfügen, können diese Lücken geschlossen, wertvolle Potenziale gefördert und letztlich eine der Qualifikation entsprechende Stelle gefunden werden.

Wir drei haben uns als Mentoren beworben und waren sehr gespannt, was auf uns zukommt und vor allem, wen wir begleiten dürfen. Serkan Ates Im Frühjahr 2014 ging es dann los, in einer Auftaktveranstaltung im Rathaus lernten wir die uns zugeteilten Mentees kennen: Carlos und Alejandro aus Spanien , beide mit einem abgeschlossenen Betriebswirtschafts-Studium und Caterina, Wirtschaftswissenschaftlerin aus Italien.
Neben den regelmäßigen Treffen mit unseren Mentees haben uns die Organisatoren von Migra-Net eng begleitet, Schulungen zu diversen Themen wurden ebenso wie Stammtische veranstaltet, so lernten wir uns schnell besser kennen.
Ja, und dann ist alles ganz schnell vorbei gegangen, Anfang Oktober haben wir wieder im Rathaus das Ende dieser Runde gefeiert.

Was ist aus unseren Mentees geworden?
Carlos ist zurück nach Spanien, er hat in Barcelona bei SEAT eine gute Position gefunden.
Caterina hat einen Praktikumsplatz bei einem Münchner Unternehmen bekommen.
Nur Alejandro ist noch auf der Suche nach einem adäquaten Arbeitsplatz.
In Kürze steht die nächste Runde an, wenn es passt, sind wir wieder dabei.


Zu guter Letzt berichtet unser Geschäftsstellenleiter Jürgen Finger über seine Tätigkeit im Elternbeirat:

Jürgen FingerGleich zu Beginn der „fremdbestimmten“ Erziehung unserer beiden Kinder (Kindergarten) stand für meine Frau und mich fest, dass wir unsere Kinder nicht nur einfach durch das Erziehungs- und Schulsystem laufen lassen wollen, sondern das Unsrige beitragen, damit unsere Ideen und Vorstellungen zumindest Gehör finden. So war der Elternbeiratsjob im Kindergarten meine Aufgabe, in der Grundschule die meiner Frau und ab dem Gymnasium wiederum die meinige.

Jetzt geben die Mitwirkungsrechte ja nicht gerade viel her. Doch wir waren schon immer der Meinung, dass es nicht nur darauf ankommt was im Gesetz steht, sondern mit welchem Engagement wir uns einbringen, welche Ideen wir liefern und welche Unterstützung wir geben. Und so haben wir immer wieder, zum Wohle der Kinder, viel bewirken können. Ohne zusätzliche Arbeit geht das nicht und ohne die eine oder andere Enttäuschung auch nicht. Doch insgesamt hat es sich unserer Meinung nach gelohnt.
Wie sonst hätten wir im Elternbeirat aus einem kleinen Kinderkleidungsflohmarkt einen der größten seiner Art im Landkreis aufbauen können. Was entsprechende Einnahmen für den Kindergarten und somit für die Kinder bedeutet.
Durch Ortstermine, Gespräche und Briefwechsel konnten wir im Stadtrat der Stadt Augsburg eine Mehrheit finden, welche die Interessen des Maria-Theresia-Gymnasiums im Vertrag mit dem Freistaat Bayern bzgl. dem Verkauf der Staatsbibliothek deutlich berücksichtigen. Wir konnten mit OB Herrn Dr. Gribl die baulichen Verbesserungswünsche an unserer Schule persönlich besprechen. Dem Kultusminister Dr. Spaenle konnten wir wahrlich viele Fragen zur Thematik des „G8“ persönlich stellen.
Und der regelmäßige Austausch mit Elternvertretern an Augsburger und bayerischen Gymnasien bringt viele nützliche Kontakte und Erfahrungen. All diese „Highlights“ und die viele sonstige Arbeit im Hintergrund (Schülerthemen, Mensa, Toiletten, Hausmeister, Lehrerthemen, Schulveranstaltungen, Elternabende, Versammlungen, Sitzungen etc.) sind es bis heute wert zu tun. Ich tue das für meine Kinder und als aktiver Bürger.



Wir sind begeistert von so viel Engagement und sagen „Daumen hoch“ an alle, die sich tagtäglich freiwillig in ihrer Freizeit ehrenamtlich einbringen!
Nutzen Sie gerne die Kommentarfunktion und erzählen Sie uns, bei welchen Projekten Sie aktiv sind.

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