„Friedberger Zeit“ – Stadtgeschichte wird zum Erlebnis

Friedberg feiert zum 10. Mal das besondere Altstadtfest

Vom 8. bis 17. Juli 2016 lädt die „Friedberger Zeit“ wieder zu einer ganz besonderen Zeitreise für alle Generationen ein. Bei diesem Altstadtfest werden Bilder und Szenen aus der Vergangenheit lebendig. Über Generationen hinweg ist es der Stadt als Veranstalter gelungen, mit dem historischen Fest ein großartiges Bürgerengagement aufrecht zu erhalten und zehntausende von Gästen willkommen zu heißen.  Die „Friedberger Zeit“ zählt zu den beliebtesten historischen Festen in Süddeutschland.

©  Andreas Schmidt

© Andreas Schmidt

Seine Premiere feierte es 1989 anlässlich der 725-Jahr-Feier der Stadtgründung. Seitdem erwacht die Blütezeit der Stadt im 17. und 18. Jahrhundert alle drei Jahre zu neuem Leben. Eine Zeit, in der das Handwerk in Friedberg goldenen Boden hatte und vor allem die ansässigen Uhrmacher international ein hohes Ansehen genossen.

Mit großer Historientreue wird diese Epoche während der „Friedberger Zeit“ nachempfunden. Ein Aspekt, der von der Stadt und den Organisatoren nach wie vor hochgehalten wird und sich auf  Kleidung wie auch kulinarische Genüsse, Geschirr, Dekoration und das vielfältige Programm  bezieht. In einer Präambel sind viele Details  vom passenden Gruß über die Kleiderordnung bis zum Trinkspruch geregelt – all das schafft einen stimmigen Rahmen. Es ist bemerkenswert, wie viele Teilnehmer, insbesondere auch die Handwerker, trotz der Festdauer von zehn Tagen und der persönlichen und wirtschaftlichen Einschränkungen, dem Fest über Generationen hinweg die Treue halten. Und die Organisatoren tun bei diesem Fest gut daran, dem vermeintlichen Fortschrittsgedanken „immer höher, weiter, mehr“ nicht zu folgen. Dass dieser Weg der richtige ist, zeigt das anhaltende Interesse der Mitwirkenden und der Gäste.

© Andreas Schmidt

© Andreas Schmidt

Nichtsdestotrotz wird heuer zum zehnten Jubiläum mit neuen Attraktionen aufgewartet:  Papierschöpfer, Herrgottsschnitzer und Beutelschneider von anno dazumal werden ihre Handwerkskünste zum Besten geben. Ein Konzert mit barockem Feuerwerk und die Aufführung eines besonderen Uhrenspektakels warten auf die Besucher. Und eine große Bilder- und Videoausstellung mit Szenen aus mehreren Jahrzehnten lässt ab Juni die Vorfreude auf das historische Spektakel wachsen

Das Schulspiel ist als eine tragende Säule des historischen Festes verankert, denn die „Friedberger Zeit“ soll es Schulen und Besuchern ermöglichen, sich mit der Geschichte des Ortes auseinanderzusetzen. Dieser Grundgedanke wird seit dem ersten historischen Stadtfest engagiert von vielen Lehrern und Schülern umgesetzt. Eine weitere tragende Säule ist die aktive Beteiligung der Handwerkszünfte, die das Altstadtfest immer wieder zu einem Erlebnis für die Sinne macht. So kann man etwa Steinmetzen, Maurern, Schmieden, Münzprägern und Töpfern bei der Arbeit zusehen oder sich beim Bader ein Bad oder eine Massage gönnen.

© Klaus F. Linscheid

© Klaus F. Linscheid

Wie sehr sich die Bürgerinnen und Bürger mit der „Friedberger Zeit“ identifizieren, zeigt die hohe Zahl an Besuchern in historischem Gewand. Rund 10.000 Gewänder wurden seit dem ersten Altstadtfest registriert, immer noch kommen weitere dazu. Das historische Gewand stärkt das Gemeinschaftsgefühl und beschert zudem freien Eintritt. Ansonsten beträgt der Tagesobolus fünf Euro, für mehrtägige Besuche zehn Euro.
Weitere Informationen bietet die Internetseite www.friedberger-zeit.de

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