Kapital trifft Kabarett

Das anhaltende Zinstief bohrt sich in die Sparvermögen der Deutschen und ein baldiges Ende der Niedrigzinsphase ist nicht in Sicht. Warum sich daher ein Blick auf die Wertpapiermärkte lohnt, war gestern Abend (6. Februar) Thema in der Stadtsparkasse Augsburg.

Im aktuellen Niedrigzinsumfeld Geld sinnvoll anzulegen, stellt viele Anleger vor eine große Herausforderung: „Wer einen realen Vermögenszuwachs anstrebt, wird dies nur erreichen, wenn seine Geldanlage breit aufgestellt ist. Und dazu ist es wichtig, auch einen Blick auf die Hintergründe der Entwicklungen an den Kapitalmärkten zu werfen“, so Cornelia Kollmer, Vorstandsmitglied der Stadtsparkasse Augsburg, in ihrer Begrüßung.

v.l. Andreas Sonnenfroh, Deka Bank, Cornelia Kollmer, Vorstandsmitglied Stadtsparkasse Augsburg, und Kabarettist Stephan Zinner. Foto: © Andreas Emmert

Auch 2018 war Andreas Sonnenfroh, Wertpapierexperte der DekaBank Luxemburg, bei der Stadtsparkasse Augsburg zu Gast und beleuchtete das aktuelle Anlageumfeld. „Die wirtschaftliche Entwicklung des Jahres 2017 war stärker, als es vielfach vor einem Jahr erwartet wurde. Auch die Aktienmärkte übertrafen mit immer neuen Rekorden die Vorhersagen deutlich“, reflektierte Sonnenfroh das vergangene Jahr. „Zwar ist die politische Verunsicherung bis heute noch hoch. Die Wirtschaft und die Finanzmärkte sind jedoch robuster geworden gegenüber den vielfältigen politischen Unsicherheiten“, so Sonnenfroh.

 

2018 und 2019 sind stabile Wachstumsjahre

Was heißt das nun für Sparer? „Mit Blick auf die anhaltende Niedrigzinsphase bin ich weiterhin der Meinung, dass Aktienmärkte auf mittlere und lange Sicht deutlich höhere Renditechancen bieten als festverzinsliche Geldanlagen“, so Sonnenfroh. Die Zinsen für Anlagen in sichere, fest verzinsliche Produkte wie Termingelder, Spareinlagen oder auch Bundesanleihen liegen weiterhin bei null Prozent. Daran wird sich auch in den nächsten Jahren voraussichtlich nichts ändern. Zwar wird die Europäische Zentralbank irgendwann ebenso wie die US-amerikanische Notenbank die Zinsen anheben. „Bis allerdings davon etwas am Sparbuch ankommt, sind die zwanziger Jahre angebrochen“, erläutert Sonnenfroh. „Und das niedrig verzinste Ersparte verliert Tag für Tag an Kaufkraft. Wir sprechen in diesem Zusammenhang von der Realzinsfalle.“

Um die Anlagechancen an den Kapitalmärkten wahrzunehmen, ist die Zeit für ein ausführliches Beratungsgespräch gut investiert. „Was ein Kunde wirklich braucht, muss im gemeinsamen Gespräch ermittelt werden. Erst wenn die Eckpfeiler der Erwartungen, Ziele und Wünsche des Kunden definiert sind, macht es Sinn über Lösungen und Produkte zu sprechen.“ In Zeiten bewegter Märkte, im Moment überraschen gerade die günstigen Kurse, empfiehlt sich dabei besonders eine breite Streuung der Anlagen sowie das regelmäßige Sparen, um den erwarteten stärkeren Wertschwankungen in gewissem Maße entgegenzuwirken.

 

Kontrastprogramm Kabarett

Anschließend sorgte Stephan Zinner, der „bessere“ Söder vom Nockherberg, für das Kontrastprogramm: Er bedauerte, dass Dolomiti-Eis seinen Geschmack verändert hat, forderte Blitze von oben für Dopingsünder und brillierte mit einem „Work-Song“, einem Arbeitslied von dem Trostberger Baumwollfeldern. Darüber hinaus geißelte er den „Ingwerterror von Alfons Schubeck“, trotzdem es ihm leider immer noch nicht gelungen sei, in seine ‚Motivationsjeans‘ (zwei Nummern zu klein) reinzupassen. Zinner, bekannt aus der „Grießnockerlaffäre“ und „Schweinskopf al dente“, outete sich als Fan von „AH“-Fußball (Alte Herren), dem einzig ehrlichen Fußball, wie er meint. Daher hatte er für die gleichzeitig stattfindenden DFB-Pokalspiele nur ein müdes Lächeln übrig. Die begeisterten Zuschauer für ihn dafür umso mehr, langanhaltender Applaus beendete einen rundum gelungenen Abend.

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