Fondsmythen – Wir räumen auf mit Vorurteilen, Teil 4

Kennen Sie das?
Sie ärgern sich über die niedrigen Zinsen und wollen Ihr Geld in Bewegung bringen. Schließlich möchten Sie aktiv Vermögen aufbauen. Trotzdem zögern Sie, wenn’s ums Anlegen geht.
Der Grund dafür sind oft Vorurteile und Mythen gegenüber Fondsprodukten.
Höchste Zeit, damit aufzuräumen.

Sie haben den Anfang verpasst? Hier kommen Sie zu Teil 1.

 

Mythos Nr. 13: Investmentfonds binden mich und mein Geld.


Richtig ist, dass Wertpapiere vor allem langfristig ihre Stärken entfalten – erst dann kommt etwa der Zinseszinseffekt, den Albert Einstein als „achtes Weltwunder“ bezeichnete, spürbar zur Geltung.

Richtig ist aber auch: Mit Fondssparplänen bleiben Sie in der Sparphase flexibel. Denn Sie können über Ihr Geld verfügen, wann immer Sie möchten. Und wenn es kurzfristig zu einem Liquiditäts engpass kommen sollte, können Sie Ihren regelmäßigen Sparbetrag verringern oder auch mal aussetzen. Nicht zuletzt aufgrund ihrer Flexibilität eignen sich Fondssparpläne gut dafür, mit kleinen Beiträgen langfristig große Sparziele zu erreichen.

 

Mythos Nr. 14: Investmentfonds sind so kompliziert, dass ich viel Zeit benötige, um mir einen Überblick zu verschaffen.


Stimmt – aber nur, solange die Entscheidung auf die lange Bank geschoben wird.

Steht die Entscheidung, dem Zinstief aktiv entgegenzutreten und das Geld in Bewegung zu bringen, stehen Ihnen in Ihrer Sparkasse diverse Anlageprofis mit Rat und Tat zur Seite. Im gemeinsamen Beratungsgespräch wird der passende Weg zum insividuellen Sparziel festgelegt. Steht die Strategie, dann übernehmen die Wertpapierprofis und erledigen nach indivdueller Maßgabe die Arbeit. Das bedeutet nicht, dass eine einmalig getroffene Entscheidung für immer und ewig gilt. Selbstverständlich kann jeder Kunde jederzeit den Status quo prüfen und auf Wunsch auch aktiv eingreifen.  

 

Mythos Nr. 15: Investmentfonds sind nichts für mich, da Sparen selbst mit Fonds keinen Sinn macht.


Sparen bedeutet Konsumverzicht.

Nur wer spart, kann zu einem späteren Zeitpunkt in größeren Umfang Anschaffungen tätigen, wie beispielswiese einen Autokauf oder Möbel für die (erste) Wohnung. Langfristig orientierte Anleger sollten mittels Wertpapierfonds investieren, denn so kann eine Volkswirtschaft gedeihen. Auch aus individuellen Gründen ist es trotz Niedrigzinsniveaus sinnvoll zu sparen: Erstens gibt es größere Anschaffungen, die ein Kunde tätigen möchte, beispielswiese ein neues Auto oder eine Reise. Nicht immer können diese direkt aus dem laufenden Einkommen finanziert werden. Zweitens gibt es Zeitenen, in denen man nicht arbeiten kann oder will – die längste und bedeutendste ist für die meisten Menschen wohl der Ruhestand. Für diese Zeit sollte vorgesorgt, also gespart, werden. Im Endeffekt ist Sparen nichts anderes als gegenwärtigen gegen künftigen Konsum einzutauschen!

 

Mythos Nr. 16: Investmentfonds kann ich mir für meine Altersvorsorge nicht leisten.


Trotz des extremen Niedrigzinsumfelds ist konsequentes und „richtiges“ Sparen wichtig.

Mit einem Fonds-Sparplan geht dies bereits ab 25,- Euro regelmäßig. Darüber hinaus ist es wichtig, sich über die Form der Anlage Gedanken zu machen: Wollen Sie kurzfristige Verfügbarkeit und hohe Sicherkeit, müssen Sie tendenziell auf Rendite verzichten. Dann kann der Sparbrief oder das Sparbuch die richtige Geldanlage sein. Will ich Vermögensaufbau betreiben und eine nennenswerte Rendite erwirtschaften, bedarf es in der Regel eines längeren Atems, sprich Anlagehorizonts und einer höheren Toleranz für schwankende Kurse. In diesem Fall gibt es wenig Alternativen zu den Wertpapiermärkten. Für die meisten Menschen gilt, dass sie sowohl kurzfristige Ziele als auch für die langfristige Vorsorge sparen. Und dann gilt für die Geldanlage wie für fast alles im Leben. Es ist weder nur das eine noch nur das andere richtig. Vielmehr macht es die Mischung!

 

Mythos Nr. 17: Investmentfonds und deren Fondsmanager sind schuld, dass es kaum noch Zinsen aufs Ersparte gibt.


„Früher war alles besser!“ – Da gab es noch satte Zinserträge auf die Ersparnisse.

Wehmütig werden sich einige Sparer an Tagesgeldzinsen von 7 oder gar 8 Prozent erinnern. Aber Vorsicht: Dass in der Erinnerung manches rosiger erscheint, als es tatsächlich war, gilt auch in diesem Fall. Denn früher waren die Inflationsraten entsprechend höher als heute. Die Inflation fraß also einen Großteil des Zinsertrages schnell wieder weg. Auf der anderen Seite sollte nicht vergessen werden, dass die Schuldzinsen sich in dieser Zeit oft im zweistelligen Prozentbereich bewegten. Dass war gerade bei der Immobilienfinanzierung für viele junge Familien belastend. Und dennoch scheint es befremdlich, dass die Zinssätze seit Jahrzehnten im Trend fallen.

Quelle: DekaBank

 

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