Darauf sollten Sie beim Kauf einer gebrauchten Immobilie achten, Teil 2

Was sagt der Energieausweis über das Haus?

Der Verkäufer oder der Immobilienberater muss Ihnen bei der Besichtigung einen gültigen Energieausweis vorlegen. Dieser Ausweis, manchmal auch Energiepass genannt, funktioniert wie eine Ampel: Steht der Pfeil im grünen Bereich, ist der Energieverbrauch gering. Bei Gelb oder Rot gibt es viel Verbesserungspotenzial. Möglicherweise müssen Heizung und Wärmedämmung modernisiert werden. Als Käufer sehen Sie so auf Anhieb, wie die Energiebilanz des Objektes ist und mit welchen Betriebskosten Sie für das Eigenheim rechnen müssen.


Beim Kauf einer gebrauchten Eigentumswohnung

Hier kommen weitere Aspekte hinzu: Sie werden Mitglied einer Eigentümergemeinschaft. Sehen Sie sich deshalb vorab die Teilungserklärung, den Wirtschaftsplan und die Nebenkostenabrechnungen genau an. Lassen Sie sich die Protokolle der letzten beiden Eigentümerversammlungen geben. So erkennen Sie schnell, in was für eine Gemeinschaft Sie sich einkaufen. Schließlich leben Sie hier auf engerem Raum mit Ihren Nachbarn zusammen. Und nicht zu vergessen: Erkundigen Sie sich nach der Höhe des Wohngeldes, das Sie als Eigentümer der Wohnung regelmäßig zahlen müssen.

 

Beim Kauf eines gebrauchten Hauses

Das Haus gefällt Ihnen, aber der Platz reicht nicht aus und Sie planen deshalb einen Anbau oder möchten das Gebäude aufstocken? Oder wollen Sie Wände entfernen lassen, um einen größeren Raum zu schaffen? Machen Sie sich schlau. „Der Käufer sollte sich vor dem Erwerb über die örtlichen Besonderheiten informieren, um später keine Überraschungen zu erleben, wenn nicht alles, was er gern ändern würde möglich ist“, rät Andreas Klein, Leiter ImmobilienCenter Stadtsparkasse Augsburg. Bei sehr alten Gebäuden gibt es möglicherweise Auflagen vom Denkmalschutz, die beachtet werden müssen. Klären Sie auch für Um- und Ausbauten den Finanzbedarf.


Was steht im Grundbuch?

Beantragen Sie beim Grundbuchamt eine Einsicht ins Grundbuch. Dort steht, wer der Eigentümer des Grundstücks ist, aber auch welche Belastungen auf der Immobilie liegen. Grundschulden zum Beispiel. Vielleicht gibt es Beschränkungen für das Grundstück. Dann sollten Sie darüber Bescheid wissen.


Ist der Kaufvertrag in Ordnung?

Sie haben sich für den Kauf der Immobilie entschieden? Prüfen Sie den Kaufvertrag, bevor Sie ihn unterschreiben. Der Entwurf sollte spätestens zwei Wochen vor dem Notartermin vorliegen, damit Sie noch Zeit für Änderungswünsche haben. Denn sobald der Vertrag durch einen Notar beurkundet ist, kann er nicht mehr rückgängig gemacht werden.

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