Darauf sollten Sie beim Kauf einer gebrauchten Immobilie achten, Teil 1

Eine gebrauchte Immobilie zu kaufen kann viele Vorteile haben: Man kann sich das Objekt anschauen und die Umgebung erkunden. Während bei Neubauten lediglich Pläne oder Vergleichsobjekte eine Ahnung vom späteren Zuhause vermittelt, ist die Bestandsimmobilie greifbar. Der Käufer kann meist schnell einziehen und weiß, was ihn erwartet. Vorausgesetzt, er hat das Objekt vorab genau gecheckt.

Sie haben lange gesucht und endlich eine Immobilie gefunden, die Ihren Vorstellungen entspricht? Klären Sie vorab die wichtigsten Fragen.

Reicht das Budget für den geplanten Hauskauf?

„In Anbetracht der aktuellen Marktlage bei gebrauchten Immobilien sollte man den eigenen finanziellen Rahmen klar abstecken, schon bevor man sich auf die Suche nach einer geeigneten Immobilie macht“, empfiehlt Andreas Klein, Leiter Immobilien Center Stadtsparkasse Augsburg. „Eine Finanzierungsberatung bei der eigenen Sparkasse oder Hausbank ist unerlässlich“.

Klären Sie also vorab, ob und wie Sie Ihre Traumimmobilie finanzieren können. Holen Sie sich vor dem Kauf bei uns ein maßgeschneidertes Angebot für die Finanzierung – orientiert an Ihren Wünschen und Ihrer jeweiligen Lebenssituation – ein. Damit sichern Sie sich gute Chancen beim Kauf, wenn der Verkäufer oder Makler mehrere Interessenten für die Immobilie hat. „Wer seine finanziellen Möglichkeiten bereits kennt, kann sich spontan entscheiden und einen sehr kurzfristigen Kaufvertragsabschluss anbieten“, ergänzt Klein.

 

Passt die Lage des Objekts?

Sie ist und bleibt das wichtigste Kriterium beim Kauf: die Lage der Immobilie. Denn sie entscheidet maßgeblich über den Wert des Objekts. Achten Sie auf eine ausreichende Infrastruktur, wie Einkaufsmöglichkeiten vor Ort, ärztliche Versorgung und eine gute Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr. Sonst müssen Sie später lange Wege in Kauf nehmen. Für Familien mit Kindern interessant: Wie sind die Betreuungsmöglichkeiten (Krippenplätze, Kindergärten und Schulen) für den Nachwuchs?

Prüfen Sie auch, ob es sich um eine ruhige Gegend handelt oder ob mit Lärmbelästigungen durch den Straßenverkehr oder einen Gewerbebetrieb zu rechnen ist. Erkundigen Sie sich, ob in unmittelbarer Nähe Ihres künftigen Eigenheims Neubauten geplant sind, die für Sie nachteilig sein können. Hier gibt der Bebauungsplan für das Wohngebiet Auskunft. So sehen Sie schnell, was passt und was vielleicht nicht. Stimmt die Lage nicht, lassen Sie besser die Finger vom Kauf.

 

Wie ist der Zustand der Immobilie?

Bei Besichtigungen wird Ihre Aufmerksamkeit  meist auf die Ausstattung sowie Gestaltung von Böden und Wänden gerichtet. Allerdings zählen weniger die schönen Fliesen im Bad oder die teure Einbauküche. Wichtiger sind der Zustand des Daches, der Heizungsanlage, der Fenster und der gesamten Leitungen. Sind diese in einem guten Zustand und entsprechen den aktuellen Anforderungen, wirkt sich das positiv auf die Bewertung aus. Tauchen Fragen im Zusammenhang mit feuchten Stellen, muffigem Geruch oder auffälligen Rissen auf, sollten diese gründlich geklärt werden.

Checkliste Immobilienbesichtigung (PDF)

 

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