Brechts umstrittenes Lehrstück „Die Maßnahme“

Vom 3. bis 12. März findet in Augsburg das Brechtfestival statt. Das Motto des Festivals „Ändere die Welt, sie braucht es.“ stammt aus Brechts Stück „Die Maßnahme“ (Musik: Hanns Eisler), mit dem das Festival eröffnet wird.

© Christian Menkel

Regisseur Selçuk Cara hat seine Inszenierung von Brechts umstrittenstem Werk eigens für die beeindruckenden Gebäude auf dem Gelände des Gaswerks Augsburg konzipiert – ein Novum in der Geschichte des Festivals. Zur Produktion von „Die Maßnahme“ gehören Chor und Orchester sowie neben den fünf Solisten eine große Anzahl an Jungschauspieler*innen. Genau gesagt sind es 24 Sänger*innen, 19 Statist*innen, 10 Instrumentalist*innen aus Augsburg. Musikalische Leitung hat der Augsburger Geoffrey Abbott inne, der schon seit vielen Jahren immer wieder am Brechtfestival beteiligt war. Schon seit einiger Zeit wird im Theater Augsburg und im Gaswerk unter recht außergewöhnlichen Bedingungen geprobt. Die Bilder zeigen einige Eindrücke von den Proben mit den Solisten Katharina Rivilis, Luise Wolfram, Dagmar von Kurmin, Volker Zack, Florian Mania. Am Freitag, 3. März, soll im Bayerischen Fernsehen ein Bericht über die Selçuk Cara und die Theaterproduktion zu sehen sein.

Cara ist auch als Autor, Regisseur und Opernsänger erfolgreich. Sein autobiografischer Roman „Türke – aber trotzdem intelligent“ schaffte es im Frühjahr 2016 innerhalb weniger Tage auf die Spiegel-Bestsellerliste, sein aktueller Film „Mein letztes Konzert“ wurde mit zahlreichen internationalen Preisen ausgezeichnet. Seine Interpretation der „Maßnahme“ findet erschreckende Parallelen zur gegenwärtigen Situation in Europa.  

Die Maßnahme. Ein Lehrstück von Bertolt Brecht, Musik: Hanns Eisler, Verlag: Suhrkamp
Ort: Gaswerk-Apparatehaus und Kühlergebäude
Mit: Katharina Rivilis, Luise Wolfram, Dagmar von Kurmin, Volker Zack, Florian Mania
Konzept, Regie, Bühnenbild und Lichtgestaltung: Selçuk Cara
Musikalische Leitung und Leitung Chor: Geoffrey Abbott

Termine:
Freitag, 3. März, 19:30 Uhr (Eröffnung 18:30 Uhr)
Samstag, 4. März, 18:00 Uhr und 21:00 Uhr
Sonntag, 5. März, 18:00 Uhr

Dauer: ca. 120 Minuten
Tickets: 30 / 25 Euro, Aufpreis Sitzplatz 5 Euro

Infos und Karten www.brechtfestival.de

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